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Pläne für einen neuen Bahnhof in Venedig

Ein Vorschlag von „Rfi Rete Ferroviaria Italiana“ Betreiber des italienischen Bahnnetzes.

Die Situation am Bahnhof Santa Lucia ist katastrophal: Die große Anzahl von Zügen, die den Bahnhof ansteuern, führt zu massiven Verkehrsproblemen. Aus diesem Grund plant die italienische Bahn den Bau eines zweiten Personenbahnhofs in Venedig am Levante-Pier der Marittima. Dieser soll hinter den ehemaligen Kreuzfahrtterminals entstehen, die derzeit nur noch wenige Schiffe aufnehmen dürfen. Obwohl es bisher nur eine Idee ist, hat die Rfi bereits einen Arbeitskreis mit dem Ministerium für Infrastruktur, der Region Venetien, der Stadt Venedig und der Hafenbehörde gegründet. Der Plan ist Teil eines umfassenden Neugestaltungsprojekts des Hafens von Venedig. Dafür wurden Arup, ein weltweit tätiges Planungs- und Beratungsbüro mit einem breiten Spektrum an Dienstleistungen und der Architekt Alberto Cecchetto beauftragt.

Das Ziel ist es, die Bahnverbindungen von und nach Venedig zu stärken.

Dies soll durch die Fortsetzung des Gleisbündels von Santa Lucia zur ehemaligen „platea Lavaggi“ erreicht werden. Eine neue Brücke über den Scomenzera-Kanal soll die Verbindung zu Santa Marta verbessern. Präsident Fulvio Lino Di Blasio gab die Ankündigung und erklärte die vielen Probleme, an denen der Hafen arbeitet. „Die Neugestaltung und Wiederverwendung der Uferbereiche sowohl in Venedig als auch in Chioggia ist das Ziel“, erklärte Fabio Russo, Unterkommissar für Kreuzfahrten und Vorsitzender der Kommission, die die 12 Angebote geprüft hat. „Es wird mehr Grünflächen und Fußgängerwege geben. Der Gewinner hat nun fünf Monate Zeit, um die Durchführbarkeitsstudie zu erstellen.“, sagte Di Blasio.

Die geschätzten Kosten für das neue Bahnhofsprojekt

Die geschätzten Gesamtinvestitionen betragen stolze 120 Millionen Euro. Pietro Vitali, der Geschäftsführer von Erf, (Betrieb der Eisenbahnverbindungen Porto Marghera SpA – Management), verkündete, dass die Züge im zweiten Quartal um satte 12 Prozent und die beförderten Güter sogar um herausragende 21 Prozent gestiegen sind – ein enormer Erfolg. „Unsere Kunden setzen vermehrt auf längere und größere Züge, von denen 30 Prozent der transportierten Güter ins Ausland gehen“, betonte Vitali. Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen: In Venedig sank die Gesamttonnage im ersten Halbjahr um 4,7 Prozent, in Chioggia sogar um 28 Prozent. Der Präsident machte deutlich, dass dies hauptsächlich auf den Rückgang der Industrieproduktion und Nachfrage zurückzuführen sei. Trotz allem gibt es Hoffnung: Die neuen Konzessionen könnten ein wichtiger Entwicklungsmotor sein. Der Hafen ist sowieso ausgebucht und viele Betreiber investieren bereits in Venedig. Die Prioritäten liegen dabei auf Eisenbahn, Nachhaltigkeit, technologischer Innovation und Beschäftigungssicherung. Bis zum 31. Oktober wird die Ausschreibung für die Arbeiten auf dem ehemaligen Montesyndial-Gelände veröffentlicht, das zum Hauptcontainerterminal mit einer Gesamtinvestition von 184 Millionen Euro werden soll.

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