Quallenplage an der Adria

Die österreichischen und schweizer Boulevardzeitungen stürzen sich momentan auf die italienischen Badeorte an der oberen Adria. Jeden Tag ist ein anderer Badeort an der Reihe und man überbietet sich förmlich mit Horrormeldungen, wie schlimm es doch sei.

Gibt es eine Quallenplage in der Adria?

Von Triest bis Venedig werden heuer außergewöhnlich viele Quallen gesichtet. Die Bezeichnung “Plage” erscheint da bei vielen durchaus angemessen zu sein.

Welche Badeorte sind betroffen?

Von Triest bis Venedig ist praktisch jeder Badeort davon betroffen. Also von Triest, über Grado, Lignano, Bibione, Caorle, Eraclea, Jesolo bis Cavallino. Es ist nicht jeder Tag gleich und es ist nicht jeder Ort an jedem Tag gleich davon betroffen. Dies ist immer abhängig von der Strömung, da sich die Quallen kaum von selbst fortbewegen können.

Besteht eine Gesundheitsgefahr durch die Quallen?

Die Hoteliersvereinigung von Jesolo, AJA, möchte allen Gästen, die bereits anwesend sind, und denen, die ihren Urlaub in Jesolo bereits gebucht haben, versichern: Es besteht kein Gesundheitsrisiko.

Wie kommt es zu dieser Quallenplage?

In diesem Zusammenhang wurde Legambiente konsultiert, das im vergangenen Sommer in Jesolo die Qualität des Meeres nach dem Phänomen der Caretta-Caretta-Schildkröte hervorheben konnte, die Dutzende von Eiern am Strand von Jesolo ablegte. Diese sicherlich außergewöhnliche Episode wurde auch als Zeichen der Sauberkeit des Meeres und des Strandes angesehen.So der Präsident von Legambiente Veneto, Luigi Lazzaro, über das Phänomen der Quallen.„Das außergewöhnliche Vorkommen von Quallen in der oberen Adria, von Triest bis Venedig, ist ein Phänomen, das uns erneut über die Auswirkungen des Klimawandels befragt.Die Quallenart, die Gegenstand mehrerer Berichte ist, birgt keine besonderen Stichgefahren für den Menschen, auch wenn die massive Präsenz im Wasser den Badegast dazu bringen kann, ihre Auswirkungen zu fürchten.Dieses Naturphänomen, wie auch das außergewöhnliche Legen der Caretta-Caretta-Schildkröte in Jesolo im vergangenen Jahr, sind Zeichen dafür, wie wichtig der Schutz und das Gleichgewicht der biologischen Vielfalt für die Ökosystemleistungen sind.Ein Anreiz, die Notwendigkeit zu verstehen, schnell globale und lokale Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen umzusetzen, bei denen sich alle, von öffentlichen Stellen über Branchenbetreiber bis hin zu Touristen, zusammenschließen müssen, um das Meeresökosystem, die Wasserqualität und unsere Küsten zu erhalten”.

Vor welchen Quallen sollte man Acht geben?

Es ist nicht jede Quallenart so harmlos wie die derzeit vermehrt zu sehende Quallenart. Es wurden auch bereits Kompassquallen gesichtet. Diese sind aber nicht so häufig und auch relativ gut zu sehen. Wir haben darüber berichtet.

Kompassqualle in Jesolo entdeckt

Fazit

Durch das sehr warme Meer und den wenigen Niederschlag kommt es zu vielen Quallen. Das kann man nicht schön schreiben. Den Urlaub sollte man sich dadurch dennoch nicht vermiesen lassen. An Tagen mit vermehrten Quallen, die ja überwiegend harmlos sind, kann man ja einen Pooltag einlegen, sofern vorhanden. Es ist nicht jeden Tag gleich und es kommen auch wieder bessere Tage. Und eines dürfen wir nie vergessen: das Meer ist deren natürlicher Lebensraum.

Was muss ich in Venedig gesehen haben?

8 Gedanken zu „Quallenplage an der Adria“

  1. Wir sind aktuell auf dem union lido Campingplatz…

    Wenn ich mit dem SUB raus paddel sind schon einige Quallen zu sehen …
    Aber direkt am Badestrand bemerkt man sie nicht ….

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  2. Wir waren vom 04.-25.07.2022 auf dem Camping Garden Paradiso und es hatte sehr, sehr viele Quallen. Meine Frau und ich hatten schmerzhaften Kontakt!

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  3. Wir sind auch schon 2 Wochen in Jesolo auf dem Campingplatz. Ab und an schwemmt es mal ein paar leider tot Quallen an. Von Plage keine Spur, nicht alles glauben was im Netz verbreitet wird

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    • Hallo Heidi, danke für deinen Kommentar. Genau aus diesem Grunde haben wir diesen Artikel veröffentlicht. Wir erklären darin, dass es keinen Grund zur Sorge gibt.

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    • Buongiorno, vielen Dank, für deinen Beitrag. Genau das wollten wir in unserem Artikel sagen. Es gibt keinen Grund zur Sorge. Wir haben versucht zu erklären, was viele Kollegen nicht tun und nur auf die Schlagzeile aus sind.
      Vielen Dank und viele Grüße aus Venedig.

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