Sehr schlechte Luftwerte im Großraum Venedig

Legambiente schlägt Alarm! Die extrem schlechten Luftwerte sind für mindestens 50.000 Tote pro Jahr verantwortlich!

Hohe Feinstaubbelastung

Legambiente Veneto Orientale schlägt aufgrund der extrem hohen Feinstaubbelastung im Veneto Alarm. Die PM10-Konzentration lag an mehreren Tagen über dem zulässigen Grenzwert von von 50 inog/m3. Diese Wertüberschreitung wurde an mehreren Orten rund um Venedig festgestellt.
Mehrere Gebiete wurden aufgrund der Bohrung des PM10-Tageslimits an mehr als 10 aufeinanderfolgenden Tagen seit mehreren Tagen in „roter Stufe“ eingestuft (von Venedig bis Vicenza über Treviso und Padova).
„Es ist nun mehrere Tage her, dass der arpav einen Teil Venetien und das gesamte Gebiet Ostvenetien in orangefarbenes Band mit roter Prognose für die nächsten Tage platziert hat – der Verein klärt auf-. Wir sprechen nicht über Covid, sondern über eine andere und ebenso gefährliche „Pandemie“, die die Padana-Ebene seit vielen Jahren plagt: Feinstaub.
Es ist die schleichende, die tägliche, die geruchlose und unsichtbare Vergiftung, die mit den Partikelemissionen ab PM 10 einher geht und die Ursache für mindestens 50.000 Todesfälle pro Jahr ist.
Bereits am 10. November verurteilte der Europäische Gerichtshof Italien für zehn Jahre „systematische und kontinuierliche Verletzung“ gegen die Verschmutzungsregeln für PM10. Die Frage der Luftverschmutzung ist sicherlich ein nationales Problem, aber der größte Teil davon wird auch selbst im Nordosten dazu beigetragen.
Auf der von der Europäischen Umweltagentur (AEA) verbreiteten Karte der städtischen Luftqualität gehören 4 italienische Städte zu den 10 am stärksten verschmutzten Städten Europas: Cremona, Vicenza, Brescia und Pavia.

Hohe Millionenstrafen für Italien

„Europa hat Italien, die Regionen des Padana-Beckens, zu Sanktionen in Millionenhöhe verurteilt, weil sie die Wiederherstellung der Atmosphäre und den Gesundheitsschutz der Bewohner nicht sichergestellt haben – setzt die Mitteilung von Legambiente V.O. fort –
Legambiente hält seit Jahren die beschlossenen Maßnahmen für unzureichend, vor allem aber prangern die Vereinigung die absolut fehlende Verantwortung durch die Bürgermeister und Region an.
„Wir fordern nachdrücklich, dass die Frage der Wiederherstellung der Luft und des Schutzes der Gesundheit der Bürger in den Vordergrund der Aktionen verschiedener Institutionen gestellt wird.“ So die Legambiente in einer Aussendung.

Vorschläge zur Verbesserung

Wir bekräftigen die Notwendigkeit, dass die Konferenz der Bürgermeister konkrete Maßnahmen umsetzen muss, ausgehend von den beiden Territorialpolen Portogruaro und San Donà di Piave.
Die von Legambiente vorgeschlagenen Aktionen:
Es sei notwendig, „die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs durch Investitionen in die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs zu erleichtern, nachhaltige Mobilitätspläne müssen beschleunigt werden. Die Bauvorschriften müssen dahingehend überarbeitet werden, dass der Bau offener Schornsteine verhindert wird, die Nutzung von Biomasse und die Energieeffizienz aller öffentlichen Gebäude verbessert wird. Als erster Schritt in der Landwirtschaft muss die Anwendung des vom Arpav genehmigten Ausgabenkalenders wirksam und überprüft und das Brändezündverbot eingehalten werden. Es ist dringend, den städtischen Verkehr rund um Schulgebäude durch die Einrichtung von „Schulstraßen“ zu reduzieren, eine der ersten Aktionen, die alle Bürgermeister kostenfrei aktivieren können.

Hohe Gesundheitskosten

Legambiente’s Hinweis zum Luftgütebericht schließt mit gesundheitlicher Erwägung ab:
„Jedes Jahr zahlen wir enorme Gesundheitskosten aufgrund der Auswirkungen der Umweltverschmutzung mit der Gesundheit der Bürger. Kosten, die jedoch niemand einrechnet. Wenn sie in einen Haushalt gesetzt würden, könnten wir tatsächlich verstehen, welche Vorteile auch wirtschaftlich mit der Verbesserung der Luftqualität und des Lebens der Bürger erzielt werden können.
Wir halten die Entscheidungen der Verwaltungen, individuell und territorial, für unverzichtbar, um den motorisierten privaten Verkehr (erste Emissionsquelle), die Emissionen in Landwirtschaft, Industrie zu senken. Neben der derzeitigen Pandemie ist die Luftverschmutzung ein deutlich größeres Gesundheitsrisiko mit jährlich deutlich mehr Todesfällen, als durch Sars Cov2.

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