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Venedig schützt sich – weniger Demonstranten als erwartet

Die „Initiative Solidarität mit Sorroche und Cospito“ hatte eine nicht genehmigte Demonstration angekündigt

Hunderte von Beamten wurden eingesetzt. Die Lage war unter Kontrolle, mit Ausnahme eines kurzen Handgemenges auf dem Campo San Rocco.
Für die öffentliche Ordnung gab es am Samstagnachmittag überhaupt keine Probleme. Die befürchtete Mobilisierung der sogenannten „Anarchisten“ beschränkte sich auf eine Demonstration von ein paar Dutzend Personen, die sich in der Nähe der Basilica dei Frari mit Transparenten und einem Megaphon versammelten, um den Genossen Sorroche und Cospito ihre Solidarität zu bekunden. Auf der anderen Seite war die Polizeipräsenz massiv, vor allem als Präventivmaßnahme. Bereits seit Freitag wurden an den Kontrollpunkten an der Zufahrt zur Brücke Ponte della Libertà die ankommenden Fahrzeuge gesichtet und kontrolliert, was zu Verkehrsbeeinträchtigungen führte. Heute rückten Beamte in Kampfanzügen an verschiedenen sensiblen Punkten in Venedig aus, beginnend mit dem Campo Santa Margherita, wo die Kundgebung angekündigt worden war.

Ab 15 Uhr am Samstag reihten sich die Demonstranten auf dem Campo dei Frari auf und forderten die Freilassung der Inhaftierten. Sie verbreiteten Botschaften zur Unterstützung verschiedener Aktivisten, angefangen bei Juan Antonio Sorroche Fernandez, einem Spanier, der in erster Instanz wegen des Anschlags auf das Hauptquartier der Lega di Villorba (Treviso) zu 28 Jahren Haft verurteilt wurde und in den kommenden Tagen auf sein Berufungsverfahren wartet. Des Weiteren Alfredo Cospito, der zu 41 Jahren Haft verurteilt wurde und sich seit Monaten in einem Hungerstreik befindet, dessen Gesundheitszustand sich verschlechtert. Auf dem Campo San Rocco kam es auf dem Rückweg zum Piazzale Roma kurz vor 17.00 Uhr zu einem kurzen Handgemenge zwischen Demonstranten und Polizeikräften.

Die Befürchtungen der letzten Tage, dass es zu gewalttätigen Demonstrationen kommen könnte, haben sich somit zerstreut. Der im Internet verbreitete „Aufruf“ hatte Beunruhigung ausgelöst und die Präfektur veranlasst, einen Sicherheitsausschuss einzuberufen, um einen massiven Kontrollplan zur Vermeidung von Unruhen zu organisieren. Der Bürgermeister Luigi Brugnaro hatte zwei Verordnungen erlassen, von denen die eine den Handel auf dem Campo Santa Margherita einschränkt und mögliche Einschränkungen für Fußgänger und Wasserfahrzeuge in den umliegenden Gebieten vorsah. Außerdem wurde für die zu schützenden Bereiche eine Ausgabe und das Mitnehmen von Flaschen verboten. Ab 6 Uhr morgens am Samstag und bis zur Erklärung der Beendigung der Verordnung, bleiben Geschäfte und Verkaufsstände auf dem Campo Santa Margherita, dem Rio Terà Canal, der Fondamenta Gherardini, dem Campo San Barnaba und dem Campiello Mosca geschlossen. Die betroffenen Gebiete und die sensiblen Orte in Venedig stehen jedoch weiterhin unter Beobachtung.

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