Venezianische Impressionen (10)

Venedig wird wieder italienisch – und die Luft immer klarer!

Mitte November 2020: Nur noch vereinzelt treffen wir hier in Venedig auf Nicht-Venezianer. Heute z. B. haben wir die deutschen Wahl-Venezianer Ute Mathews-Werk und Andreas Werk von Venedig-Info.com getroffen, um einen Beitrag zu ihrem neuen Buch-Projekt zu leisten. Fototermin war vor unserer alten, momentan leider geschlossenen Bar Castello in der Via Garibaldi.

Bar Castello, Castello 1667, Venedig

Wir beobachten, wie die Castellaner (und auch die Bewohner der anderen Stadtsechstel) ihre Stadt wieder für sich zurückgewinnen und die Stadtteile wieder authentischer werden. So wird inzwischen fast immer italienisch und nicht mehr in der „Touristensprache“ englisch mit uns gesprochen. Die Bars und Straßencafés sind zum Aperitiv voller Einheimischer. Auch die „Flaniermeile“ Castellos, die Via Garibaldi, wirkt gemütlicher, jetzt wo nur die Venezianer sie für ihre alltäglichen Besorgungen und die allabendliche passeggiata (Bummel) nutzen. Die Plätze bieten den Kindern nun wieder genug Raum als Spielplatz und Treff nach Kindergarten und Schule, wie hier auf dem großzügigen Campo SS. Giovanni e Paolo.

Die Gondeln hingegen bleiben weitgehend ungenutzt. Und die Rialto-Brücke, auf der die Touristen sonst dreireihig anstehen und um das beste Panorama für ihr Selfie drängeln, erlaubt die ungehinderte Überquerung des weitgehend leeren Canal Grande.

Immer häufiger gibt die klare Luft den Blick auf das imposante Panorama der Dolomiten frei. Von den Fondamente Nove am Nordrand der Serenissima kommt es hinter der Friedhofsinsel und Murano besonders gut zur Geltung.

Und immer wieder erstaunlich und tief beeindruckend: Der Abend- und Nachthimmel. Diesmal wirkt er über S. Giorgio fast wie ein Polarlicht.

Nachthimmel über S. Giorgio Maggiore

Über die Autoren

Elisabeth Hoffmann und Karl-Ludwig Heinrich recherchieren seit zwanzig Jahren zu den Roman- und Filmschauplätzen des beliebten Commissario Brunetti und haben bisher vier Bücher dazu veröffentlicht (Infos unter www.Brunettistadtplan.de). Seit kurzem sind sie auch auf den Spuren von Kommissar Dupin in der Bretagne unterwegs (www.Dupinschauplaetze.de). Während ihrer langen Aufenthalte in Venedig haben sie viele Eindrücke über das Leben und den Alltag in der Lagune gewonnen, worüber sie in ihrer Kolumne berichten möchten.

Elisabeth Hoffmann
und
Karl-L. Heinrich
auf dem Forte Sant’Andrea

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