Venezianische Impressionen (27)

Eine Mini-Kreuzfahrt vor der Kulisse von Venedig

Kreuzfahrtschiffe in Venedig bilden ein beträchtliches ökologisches Risiko für die Lagune, und die Kreuzfahrt-Touristen tragen monetär kaum zum Erhalt der Stadt bei. Dass sie unter anderem deshalb bei den Venezianern nicht sehr beliebt sind, hatten wir ja bereits geschrieben. 

Wer dennoch  zumindest ein bisschen in den politisch korrekten Genuss einer Kreuzfahrt-Perspektive auf die Skyline von Venedig kommen möchte, kann dies mit dem größten Schiffstyp des lokalen ÖPNV-Systems ACTV machen: Die immerhin vier Decks hohen und sogar mit einer Bar ausgestatteten Fähren der Linie 17 verbinden den Lido mit Tronchetto, dem zum Festland hin äußersten Zipfel Venedigs, der im Wesentlichen als gigantisches Parkhaus dient. Hierzu fahre man mit einer der Lido-Linien, z. B. 1, 5.1 oder 5.2 zum Lido und wende sich dort am Ufer entlang nach links, um nach einer Viertelstunde zum Anleger der Linie 17, Lido San Nicolò, zu gelangen. In der Ferne können wir die Basilika S. Pietro di Castello und im Arsenale die monumentale Hände-Skulptur von Lorenzo Quinn ausmachen.

Die Auto-Fähre bringt uns in vierzig Minuten vorbei an der ganzen Pracht von Venedigs Skyline durch den Canale della Giudecca nach Tronchetto.

Von dort kommt man mit der Schwebebahn, dem autonom fahrenden People Mover, wieder zurück in die Altstadt zum Piazzale Roma.

Alternativ bietet sich an, in die Linie 2 in Richtung Piazzale Roma, Rialto (und je nach Jahreszeit weiter bis zum Markusplatz und sogar bis zum Lido) zu steigen und so als Ausklang der Minikreuzfahrt noch den Canal Grande zu genießen.

Über die Autoren

Elisabeth Hoffmann und Karl-Ludwig Heinrich recherchieren seit zwanzig Jahren zu den Roman- und Filmschauplätzen des beliebten Commissario Brunetti und haben bisher vier Bücher dazu veröffentlicht (Infos unter www.Brunettistadtplan.de). Seit kurzem sind sie auch auf den Spuren von Kommissar Dupin in der Bretagne unterwegs (www.Dupinschauplaetze.de). Während ihrer langen Aufenthalte in Venedig haben sie viele Eindrücke über das Leben und den Alltag in der Lagune gewonnen, worüber sie in ihrer Kolumne berichten möchten.

Elisabeth Hoffmann
und
Karl-L. Heinrich
auf dem Forte Sant’Andrea

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