Venezianische Impressionen (32)

Vor Venedigs Toren: Mysteriöses Torcello

Torcello im Norden der Lagune, erreichbar mit Umsteigen in Burano, besticht vor allem durch seine beiden im 11. Jahrhundert errichteten Kirchen, die von einer längst vergangenen Epoche erzählen.

Außerdem können „Wagemutige“ die einzige öffentlich zugängliche, geländerlose Brücke in der Lagune überschreiten; die Ponte del Diavolo, die Teufelsbrücke. Um den Namen der Brücke ranken sich viele Legenden, klar ist aber, dass der Teufel seine Hand mit im Spiel hatte …

Die Chiesa Santa Fosca mit ihrem Arkadengang

Das Innere der Basilica Santa Maria Assunta ist hauptsächlich wegen seiner gut erhaltenen Mosaiken sehenswert. Vom Campanile der Kirche hat man einen weiten Blick über die nördliche Lagune mit ihren Salzwiesen, den barene.

Torcello umgibt der Hauch des Mystischen: Im frühen Mittelalter war die Insel Bischofsitz und von 20 000 Menschen besiedelt, viel größer als Venedig damals. Heute leben zwei Handvoll Einwohner in einigen wenigen verbliebenen Häusern auf der ansonsten aus Feldern und Marschland bestehenden Insel. Wie es zu dem Verschwinden kam, konnte nie wirklich geklärt werden. Die am meisten verbreitete Theorie ist, dass Mücken und Malaria die Einwohner vertrieben, die ihre Häuser abrissen und als Baumaterial in ihre neue Heimat mitnahmen.

Ein Spaziergang über das beschauliche Eiland lohnt sich allemal. Wir hatten das Glück, während der Corona-Pandemie ganz alleine den Zauber von Torcello geniessen zu können.

Über die Autoren

Elisabeth Hoffmann und Karl-Ludwig Heinrich recherchieren seit zwanzig Jahren zu den Roman- und Filmschauplätzen des beliebten Commissario Brunetti und haben bisher vier Bücher dazu veröffentlicht (Infos unter www.Brunettistadtplan.de). Seit kurzem sind sie auch auf den Spuren von Kommissar Dupin in der Bretagne unterwegs (www.Dupinschauplaetze.de). Während ihrer langen Aufenthalte in Venedig haben sie viele Eindrücke über das Leben und den Alltag in der Lagune gewonnen, worüber sie in ihrer Kolumne berichten möchten.

Elisabeth Hoffmann
und
Karl-L. Heinrich
auf dem Forte Sant’Andrea

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