Venezianische Impressionen (80)

Am Arsenale

Eine der spektakulärsten Ansichten Venedigs ist der Landeingang zum Arsenale. Eine Reihe von kurios anmutenden Löwen, erbeutet in diversen Schlachten, steht hier steinerne Wache.

Löwen am Arsenale

Über dem Portal befindet sich das Relief eines ganz besonderen Markuslöwen: Das sonst fast immer geöffnete Buch mit der Inschrift PAX TIBI MARCE EVANGELISTA MEUS (Friede sei mit dir, mein Evangelist Markus) ist geschlossen: Das Arsenal ist kein Friedensort, hier werden in erster Linie die Kriegsschiffe gebaut und ausgestattet.

Löwe am Arsenale

Der Bau der Galeeren war unglaublich gut durchdacht und optimiert. Über 500 Jahre vor Henry Ford erfanden die Venezianer bereits das Prinzip der Fließbandarbeit. Die Arbeitsabläufe wurden in Einzelschritte aufgeteilt, die Spezialisten zugeordnet waren. Die Bauteile wurden normiert, und die Fertigstellung unterlag einer strengen Choreografie. Auf diese Weise war es den Venezianern möglich, bei Bedarf täglich ein komplett ausgerüstetes Kriegsschiff vom Stapel laufen zu lassen.

Zur Nutzung des seit vielen Jahren weitgehend ungenutzten Geländes gibt es immer wieder Diskussionen, jedoch bislang ohne einen konkreten Plan. Zwei große Veranstaltungen finden regelmäßig im Arsenale statt: Es dient als zweiter großer Standort der Kunst- und der Architektur-Biennale, sowie als Ausstellungsort für die jährliche Schiffsmesse, dem Salone Nautico. Neuerdings findet im Sommer das Pendant zu einem Autokino statt, das Cinema Barch-In: Der Zugang in den Open-Air-“Kinosaal” erfolgt ausschließlich als Drive-In mittels Boot. Bis Mitte letzten Jahrhunderts gab es auch eine Vaporetto-Linie durch das Arsenale hindurch.

Arsenale

Über die Autoren

Elisabeth Hoffmann und Karl-Ludwig Heinrich recherchieren seit zwanzig Jahren zu den Roman- und Filmschauplätzen des beliebten Commissario Brunetti und haben bisher vier Bücher dazu veröffentlicht. Mittlerweile sind sie auch auf den Spuren von Kommissar Dupin in der Bretagne unterwegs.  Nähere Informationen finden Sie auf www.Krimischauplatz.de. Während ihrer langen Aufenthalte in Venedig haben sie viele Eindrücke über das Leben und den Alltag in der Lagune gewonnen, worüber sie in ihrer Kolumne berichten möchten.

ELisabeth Hoffmann und Karl Ludwig Heinrich 1
Elisabeth Hoffmann
und
Karl-Ludwig Heinrich
auf dem Forte Sant’Andrea

Über die Autoren

Elisabeth Hoffmann und Karl-Ludwig Heinrich recherchieren seit zwanzig Jahren zu den Roman- und Filmschauplätzen des beliebten Commissario Brunetti und haben bisher vier Bücher dazu veröffentlicht. Mittlerweile sind sie auch auf den Spuren von Kommissar Dupin in der Bretagne unterwegs.  Nähere Informationen finden Sie auf www.Krimischauplatz.de. Während ihrer langen Aufenthalte in Venedig haben sie viele Eindrücke über das Leben und den Alltag in der Lagune gewonnen, worüber sie in ihrer Kolumne berichten möchten.

ELisabeth Hoffmann und Karl Ludwig Heinrich 1
Elisabeth Hoffmann
und
Karl-Ludwig Heinrich
auf dem Forte Sant’Andrea

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