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Venezianische Impressionen (87)

Geheimnisvolles Poveglia: Spuren der jüngeren Vergangenheit

Die Insel Poveglia liegt vor dem in der Mitte vom Lido liegenden Ort Malamocco in der südlichen Lagune. Der Kirchturm auf ihr ist weithin – sogar schon von der Riva in Venedig aus – sichtbar. Nach Poveglia kommt man normalerweise nur mit dem Wassertaxi oder privat organisiert, zum Beispiel mit Manola Scarpa von Laguna Escursioni, mit der auch eine Kombination mit dem Besuch von San Francesco del Deserto (siehe unseren Beitrag von letzter Woche) möglich wäre.

Poveglia umgibt der Hauch des Geheimnisvollen, sensible Gemüter behaupten sogar, es würde dort spuken. Die Insel beherbergte bis Ende der 1960er Jahre ein Krankenhaus, das dann – und mit ihm die ganze Insel – aufgegeben wurde. Einzig der Anleger, geschützt durch eine kleine, vorgebaute, achteckige Insel, das Ottagono, wirkt halbwegs in Schuss gehalten.

Poveglia

Poveglia

Der größte Teil der durch einen Kanal in zwei Hälften geteilten Insel ist von Macchia und wild wucherndem Urwald geprägt, durch den noch ein paar halb zugewachsene Pfade führen.

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Fast noch spannender aber sind die vor sich hin verfallenden, durch ebenfalls verfallende Gerüste nur leidlich gestützten Gebäude des alten Krankenhauses mit der angeschlossenen Kirche, die sich die Natur mit jedem Jahr mehr und mehr zurückholt. Die Räume sind nicht komplett leer – Vereinzelt wurden Bettgestelle und Gerätschaften zurückgelassen. Das Betreten der baufälligen Gebäude ist gefährlich und selbstverständlich verboten.

Poveglia

Wir haben übrigens die leckersten Brombeeren unseres Lebens von den wild wuchernden Sträuchern am alten Krankenhaus gepflückt.

Brombeeren

Über die Autoren

Elisabeth Hoffmann und Karl-Ludwig Heinrich recherchieren seit zwanzig Jahren zu den Roman- und Filmschauplätzen des beliebten Commissario Brunetti und haben bisher vier Bücher dazu veröffentlicht. Mittlerweile sind sie auch auf den Spuren von Kommissar Dupin in der Bretagne unterwegs.  Nähere Informationen finden Sie auf www.Krimischauplatz.de. Während ihrer langen Aufenthalte in Venedig haben sie viele Eindrücke über das Leben und den Alltag in der Lagune gewonnen, worüber sie in ihrer Kolumne berichten möchten.

ELisabeth Hoffmann und Karl Ludwig Heinrich 1
Elisabeth Hoffmann
und
Karl-Ludwig Heinrich
auf dem Forte Sant’Andrea

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