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Warum bauen die Venezianer jedes Mal zum Redentore-Fest eine gigantische Brücke?

Die einzigartige Geschichte der Votivbrücke

Das Redentore-Fest, das am 15. Juli 2023 in Venedig stattfindet, bringt ein Symbol mit sich, das seit jeher mit diesem Fest verbunden ist: die Votivbrücke. Diese traditionelle Holzbrücke ermöglicht den Menschen, über den Giudecca-Kanal zur Redentore-Kirche zu gelangen. Einmal mehr wurde sie als Weg über das Wasser zwischen dem Zattere und der Insel Giudecca errichtet und kann während der „berühmten Nacht“ überquert werden, die an das Ende der Pest erinnert, die Venedig zwischen 1575 und 1577 heimgesucht hatte.

Warum bauen die Venezianer jedes Mal zum Redentore-Fest eine Brücke?

Im Laufe der Jahre hat die Votivbrücke des Redentore einige Veränderungen erfahren. Doch trotzdem hat sie ihre wichtigste Funktion nie aufgegeben: als „schwimmende“ und symbolische Verbindung zwischen zwei Teilen der Stadt zu fungieren, die von einer Epidemie heimgesucht wurden, die gemeinsam besiegt wurde.

Die Geschichte der Votivbrücke erstreckt sich über 446 Jahre und erzählt von einem städtischen Symbol, das die Zeit überdauert hat. Im Jahr 1577 wurde die erste Votivbrücke des Erlösers errichtet, die aus einer Reihe von Booten bestand und es den Menschen ermöglichte, von der Fondamenta delle Zattere aus das gegenüberliegende Ufer zu erreichen. Diese Brücke wurde gebaut, um die Redentore-Kirche auf der Insel Giudecca zu erreichen und die Beendigung einer Epidemie zu feiern, die innerhalb von zwei Jahren eine große Anzahl von Menschenleben forderte.

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Warum bauen die Venezianer jedes Mal zum Redentore-Fest eine Brücke?

Heute, fast 450 Jahre später, ist die Votivbrücke immer noch ein wichtiger Bestandteil der Feierlichkeiten des berühmten Festes. Obwohl sie im Laufe der Jahre einige Änderungen erfahren hat, bleibt sie ein Zeichen der Hoffnung, des Zusammenhalts und des Glaubens. Das Fest des Redentore ist ein Symbol für die Stadt Venedig und die Votivbrücke trägt dazu bei, dieses Symbol zu erhalten. Es ist erstaunlich zu sehen, wie ein städtisches Symbol über so viele Jahrhunderte hinweg bestehen kann und immer noch so viel Bedeutung für die Menschen hat.

Die Votivbrücke hat im Laufe der Zeit eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Während sie früher ausschließlich aus Booten bestand, wird sie heute aus hölzernen Bohlen auf schwimmenden Pontons gebaut. Die erste Brücke, die nicht aus Booten bestand, war die Bailey-Brücke, die vom Militär gebaut wurde. Diese englische Konstruktion aus Stahl- und Holzmodulen ermöglichte einen schnellen Auf- und Abbau und wurde vom zweiten Pionierregiment erworben. 50 Jahre lang wurde sie jedes Erlöserfest als militärische Übung auf dem Giudecca-Kanal aufgebaut. Doch im Jahr 2002 wurde die Bailey-Brücke zum „Überbleibsel des Krieges“ erklärt und durch eine moderne, flexible Struktur ersetzt. Diese wird kurz vor Beginn des Festes montiert und jeden Freitagabend vor dem Erlöserfest eingeweiht, um an den symbolischen Übergang über das Wasser vor 446 Jahren zu erinnern. Diese Entwicklung zeigt, wie sich die Brücke im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat und immer noch ein wichtiger Teil der Geschichte Venedigs ist.

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